17. Gloria-Cup des SV Weilersbach: Maigisch macht die Konkurrenz „Fertich“

Der Gloria-Cup des SV Gloria Weilersbach war einmal mehr ein tolles Erlebnis für fußballbegeisterte Zuschauer. Am Ende durfte sich die DJK Weingarts nach einem langen, intensiven Abend verdienter Sieger nennen. Allerdings brauchte Maigisch dafür im Halbfinale gegen „Malle“ ein Last-Second-Tor.
Das Turnier begann für den späteren Sieger aus Weingarts alles andere als optimal. Gleich im ersten Gruppenspiel musste Maigisch eine bittere 3:4-Niederlage gegen die SpVgg Reuth II hinnehmen. Besonders schmerzhaft: Weingarts lag eineinhalb Minuten vor Schluss noch mit 3:2 in Führung, kassierte jedoch in der hektischen Schlussphase zwei Gegentreffer. Trainer Yusuf Öntürk sprach später offen von einem Warnschuss: „Eigentlich haben wir gut gespielt und lagen kurz vor Schluss vorne, haben aber noch verloren. Dieser Denkzettel war wichtig.“ Genau dieser Rückschlag sollte sich im weiteren Turnierverlauf als Wendepunkt erweisen. Die DJK Weingarts steigerte sich in der Folge sowohl ergebnistechnisch als auch spielerisch deutlich. Mit Siegen gegen Leutenbach/ Mittelehrenbach/ Kunreuth (5:2), Pinzberg/ Kersbach/ Gosberg (5:1) und ATSV Forchheim II (3:1) gewann Weingarts die Gruppe B souverän und stellte mit 16 erzielten Treffern eindrucksvoll ihre Offensivstärke unter Beweis.
Dramatisches Halbfinale und glücklicher Moment
In der Hauptrunde wartete mit dem TSV Marloffstein ein unangenehmer Gegner. Das Halbfinale entwickelte sich zu einem der emotionalen Höhepunkte des Turniers. Marloffstein stand defensiv kompakt, nutzte seine Chancen effektiv und war lange Zeit auf Finalkurs. Doch in der Schlusssekunde erzielte Weingarts den umjubelten 2:2-Ausgleich und rettete sich damit ins Neunmeterschießen. Torschütze war Kevin Fertich. Im Duell vom Punkt behielt die DJK die Nerven und entschied die Begegnung für sich – wenn auch, wie viele Beobachter einräumten, mit einer gehörigen Portion Glück.
Verdienter Finalsieg
Im Finale traf Weingarts auf die spielstarke SG Wichsenstein/ Bieberbach II, die zuvor mit hohem Tempo und klaren Ergebnissen durch das Turnier marschiert war. Doch im Endspiel zeigte die DJK ihre reifste Leistung des Abends. Mit klarer Struktur setzte sich Weingarts mit 3:1 durch. Trainer Öntürk brachte es nach dem Abpfiff selbstbewusst auf den Punkt: „Wir haben verdient gewonnen, weil wir an diesem Tag die beste Mannschaft waren.“ Diese Einschätzung teilte auch Arno Amon aus der Turnierleitung des SV Gloria Weilersbach: „Weingarts hat verdient gewonnen.“ Nach dem Fehlstart hat sich Maigisch kontinuierlich gesteigert und im Finale seine Klasse gezeigt.
Persönliche Auszeichnungen für die DJK
Neben dem Gesamtsieg räumte die DJK Weingarts auch bei den individuellen Ehrungen ab. Daniel Nüssel wurde aufgrund mehrerer spektakulärer Paraden und seiner außergewöhnlichen Konstanz völlig verdient zum Torwart des Turniers gewählt. Besonders in den K.-o.-Spielen war er ein sicherer Rückhalt. Die Torjägerkrone sicherte sich Kevin Fertich, der torgefährliche Winterneuzugang der Weingartser. Mit seinem starken Abschluss, cleverem Stellungsspiel und hoher Präsenz setzte er gleich bei seinem ersten Turnier im neuen Trikot eine deutliche Duftmarke. Dass er sich bereits bei der Weihnachtsfeier und im Rahmen des Jahresabschlussessens bestens integriert hatte, zeigte sich nun auch sportlich – Fertich war sofort ein Fixpunkt im Offensivspiel.
Starkes Teilnehmerfeld und torreiches Turnier
Insgesamt wurden beim 17. Gloria-Cup 27 Spiele ausgetragen, in denen beachtliche 140 Tore fielen. Mannschaften wie Wichsenstein/ Bieberbach II, TSV Marloffstein oder Pinzberg/ Kersbach/ Gosberg präsentierten sich spielstark, während auch Gastgeber SV Gloria Weilersbach II trotz Platz neun Einsatz und Moral zeigte. Der 17. Gloria-Cup des SV Gloria Weilersbach bot alles, was ein gutes Hallenturnier ausmacht: Spannung, Tore, Emotionen und faire Wettbewerbe. Die DJK Weingarts krönte einen lehrreichen Turnierverlauf mit einem verdienten Gesamtsieg. Dass Arno Amon und seine zahlreichen Helfer teilweise erst um 3 Uhr nachts zuhause eintrafen, spricht für das Herzblut, mit dem die Weilersbacher ihre Turnierserie ausrichten.
Quelle: anpiff.info/ Uwe Kellner


