Der Cup bleibt zuhause: Weilersbach gewinnt eigenes Turnier

Der Cup bleibt zuhause: Weilersbach gewinnt eigenes Turnier

Schlechter Gastgeber? Wohl kaum. Der SV Gloria Weilersbach gewann zwar sein eigenes Dreikönigsturnier und verwies die anderen neun Gastmannschaften auf die hinteren Plätze, trotzdem bot der Ausrichter den zahlreichen Zuschauern zum Abschluss der eigenen Turnierserie wieder einmal einen spannenden und top organisierten Nachmittag in der Ehrenbürg-Halle.

Eigentlich war das Teilnehmerfeld anders geplant. Doch vor Turnierbeginn mussten der TSV Hemhofen und der TSV Kirchehrenbach ihre Teilnahme absagen. Für den Veranstalter bedeutete das kurzfristigen Handlungsbedarf, der jedoch hervorragend gelöst wurde. Mit dem Bezirksligisten Baiersdorfer SV und dem regionalen Zuschauermagneten SpVgg Effeltrich sprangen zwei Vereine ein, die dem Turnier nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch zusätzlichen Glanz verliehen. Für die Gastgeber selbst wurde diese Nachbesetzung allerdings schnell zur sportlichen Herausforderung. Weilersbach Trainer Patrick Hagen erklärte rückblickend: „Die beiden eingesprungenen Mannschaften hatten wir beide in unserer Vorrunden-Gruppe, deswegen wurde diese richtig schwierig.“

Schwierige Gruppe A – Weilersbach überzeugt

Ein Blick auf die Gruppe A unterstreicht diese Aussage eindrucksvoll. Mit Baiersdorf, Effeltrich, der SpVgg Reuth und dem FC Strullendorf II war die Gruppe ausgeglichen und torgefährlich besetzt. Dennoch setzte sich der SV Gloria Weilersbach souverän durch: vier Spiele, vier Siege, 12 Punkte und ein Torverhältnis von 15:10 bedeuteten Platz eins. Gleich das Auftaktspiel wurde zum emotionalen Wendepunkt des Turniers aus Weilersbacher Sicht. Gegen den favorisierten Baiersdorfer SV lag die Gloria bereits mit 0:2 zurück, kämpfte sich jedoch eindrucksvoll zurück und gewann noch mit 4:3. Ein Sieg, der mehr war als nur drei Punkte.

Dieser Erfolg setzte Kräfte frei und gab der Mannschaft sichtbar Selbstvertrauen für den weiteren Turnierverlauf. Auch gegen die offensivstarke SpVgg Effeltrich behielt Weilersbach in einem offenen Schlagabtausch mit 4:3 die Oberhand. Patrick Hagen brachte die Eindrücke aus der Halle auf den Punkt: „Auch die Zuschauer haben gesagt, dass wir eine richtig starke Gruppenphase gespielt haben.“ Während Weilersbach dominierte, zeigte Baiersdorf trotz nur sieben Punkten seine Offensivqualität (18:9 Tore) und zog ebenso ins Halbfinale ein. In Gruppe B setzte sich der SV Bubenreuth mit vier Siegen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 18:4 durch, gefolgt vom ATSV Forchheim, der vor allem mit seiner Durchschlagskraft (21 Tore in der Vorrunde) überzeugte.

Dramatisches Halbfinale – Nervenstärke entscheidet

In der Hauptrunde wartete auf Weilersbach mit dem ATSV Forchheim ein Gegner, der bereits in der Vorrunde seine Klasse bewiesen hatte. Das Halbfinale entwickelte sich zu einem intensiven Duell auf Augenhöhe, das nach regulärer Spielzeit keinen Sieger fand. Im anschließenden Neunmeterschießen bewiesen die Gastgeber die besseren Nerven und zogen ins Finale ein. Hagen ordnete die Partie realistisch ein: „Im Halbfinale hatten wir das nötige Glück. Da haben wir im Neunmeterschießen gegen den ATSV Forchheim gewonnen, die ebenso ein sehr gutes Turnier gespielt haben.“ Er ergänzt: „Dieses Glück braucht man eben auch mal an einem solchen Tag.“ Im zweiten Halbfinale setzte sich der Baiersdorfer SV knapp mit 5:4 gegen den SV Bubenreuth durch – damit kam es zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden Gruppenkonkurrenten.

Verdientes Finale und emotioneller Triumph

Das Finale zwischen Weilersbach und Baiersdorf war der passende Schlusspunkt eines torreichen Turniers. Mit einem überzeugenden 5:3-Erfolg ließ der SV Gloria Weilersbach keinen Zweifel daran, wer an diesem Tag die beste Mannschaft war. Laufbereitschaft, Spielfreude und Effizienz vor dem Tor gaben den Ausschlag. „Das Endspiel haben wir sehr verdient gewonnen. Im Großen und Ganzen hat uns das Turnier sehr viel Spaß gemacht. Als Trainer war es schön, den Jungs zuzuschauen und ganz Weilersbach hat sich gefreut, den Pokal endlich mal wieder in den Händen zu halten“, so Patrick Hagen. Der emotionale Wert dieses Erfolgs war besonders groß, denn der letzte Turniersieg der Gloria lag lange zurück: „Ich glaube nicht, dass wir ein schlechter Gastgeber waren, nur weil wir gewonnen haben“, lacht der Weilersbacher Trainer. „Es war einfach mal wieder Zeit, den Pokal zu holen. Es müsste 17 Jahre her gewesen sein, als Weilersbach das zuletzt geschafft hat.“

Viele Tore, faire Spiele

Mit 27 Spielen und insgesamt 155 Toren bot der 4. Veldensteiner-Cup beste Werbung für den Hallenfußball. Auch abseits des sportlichen Geschehens zog der Trainer der Gastgeber ein rundum positives Fazit: „Es war ein gut organisiertes und faires Turnier und ich denke, dass alle Mannschaften an diesem Tag ihren Spaß hatten.“ Bester Torhüter des Turniers wurde Fabian Taschner vom SV Buckenhofen. Bester Torschütze war Leonard Egerer vom SV Bubenreuth mit elf Toren.

Quelle: anpfiff.info/ Uwe Kellner

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